Louis XVI Möbel mit literarischer Erwähnung

louis-xvi-mbel-mit-literarischer-erwhnung

Schwedische oder auch dänische Antiquitäten stehen für einen schnörkellosen Stil. Dies ist bekannt und beliebt bei Kennern und Sammlern. Schöne und alte Möbel zeichnen sich durch die edlen Hölzer, die Schnitzereien oder die Beschläge aus. Handgefertigte Nägel sprechen Bände über das Alter und den Handwerksmeister jedes Stücks. Es gibt aber auch Möbel, die in der Literatur Erwähnung finden. Dies macht ein Stück nicht unbedingt schöner, das sind die Stücke ja so wieso. Es macht das Möbel aber „wertvoller“ im Sinn von teurer. Hier ein Beispiel eines dänischen Louis XVI Sekretär aus Eiche. Das Möbelstück stammt aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Es kann der Provinz Südjütland zugeordnet werden. Sogar der letzte Besitzer ist bekannt. Dieser Aufsatzsekretär mit geschnitztem Zahnschnittfries, mit Rillen, Schraubköpfen und kannelierten Viertelsäulen ist schon eine „Schönheit“. Der profilierte Giebel, die Türen und die Fassung im Innern in einer anderen Farbe, alles in Harmonie zum Alter und Zustand. Hier ist alles vorhanden. Die Beschläge und die Schlüssel, alles aus alter Zeit. Und das Highlight ist die literarische Erwähnung in Christian Waagepetersen: Danske moebler for 1848 , Abbildung 549 auf Seite 417.

Louis XVI Möbel mit literarischer Erwähnung
Louis XVI Möbel mit literarischer Erwähnung
Louis XVI Möbel mit literarischer Erwähnung

Schwedenbank und Schwedensofa

Was ist denn der Unterschied zwischen einem gustavianischen Schwedensofa und einer Schwedenbank?

Der Unterschied ist eigentlich einfach….

In früheren Zeiten hatten die Dienstleute (Knecht und Magd) kein eigenes Zimmer, manchmal auch noch nicht einmal ein eigenes Bett. Die Dienstboten  (vorwiegend die Magd) schliefen in der Küche. Es war dort warm und das Hauspersonal musste ja morgens in der Küche mit den Arbeiten beginnen. Hier stand immer eine Küchenbank. Diese Holzbank wurde abends ausgezogen und die Magd hatte eine Möglichkeit zu schlafen. Aus diesem Grund heissen diese Möbel Küchenbank, weil der Schlafplatz dort versteckt war. Heute nutzen Kenner diesen „Schlafplatz“, um dort Dinge des täglichen Gebrauchs zu verstauen und aufzubewahren.

Schwedensofas sind alle Sofas oder Bänke, die nicht ausziehbar sind. Meist handelt es sich um Möbel im Schwedischen Klassizismus mit den typisch konischen Beinen. Im Rückenbereich sind diese Möbel mit Stegen versehen. Je nach Geldbeutel und Rang der damaligen Besitzer, mit mehr oder weniger gustavianischen Verzierungen ausgestattet. Für den Sitzkomfort wurde gesorgt, in dem man einen Sitzbelag auf die Bank legte. Im Rückenbereich und an den Lehnen sorgte man mit Kissen dafür, dass man kommod saß.

Auf den Fotos ist ein kleiner Auszug der gustavianischen Küchenbänke und Schwedensofas zu sehen.